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Begriff Definition
PAK

PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen überwiegend bei unvollständigen Verbrennungsprozessen organischer Materialien und anderen pyrolytischen Vorgängen. Nur eine Minderheit von PAKs wird industriell synthetisiert und dient als Grundlage für die chemische Industrie. PAK bestehen aus mindestens zwei kondensierten Benzolringen. Sie werden in niedermolekulare PAK (2–3 Ringe) und höher molekulare PAK (4–6 Ringe) unterteilt. PAK sind überwiegend neutrale, unpolare Feststoffe und nur sehr gering wasserlöslich. Mit zunehmender Anzahl kondensierter Ringe nehmen Flüchtigkeit und Löslichkeit (auch in organischen Lösungsmitteln) ab. Von den mehrere hundert bekannten PAK-Verbindungen sind vor allem 16 Einzelsubstanzen von Bedeutung, die von der US-EPA (United States Environmental Protection Agency) als Leitsubstanzen für umweltanalytische Untersuchungen ausgewählt wurden und u. a. im Bereich der Altlastenerkundung und der Trinkwasseruntersuchungen analysiert werden. Einige PAKs (z. B. Benzo[a]pyren) werden als mutagene bzw. kanzerogene Verbindungen eingestuft.

PAK lassen sich u. a. in älteren Asphaltbelägen, Parkettklebern, Teer- und Dachpappen, Schweißbahnen, Schwarzanstrichen und Fugenvergussmassen, oftmals in Verbindung mit Chrysotil (Weißasbest) finden.

Teerhaltiger Parkettkleber

Teerhaltiger Parkettkleber

Teerhaltige Schweißbahn

Teerhaltige Schweißbahn

Stark teerhaltiger Asphalt

Stark teerhaltiger Asphalt

PCB

Die Gruppe der Polychlorierten Biphenyle (PCB) umfasst insgesamt 209 Verbindungen. Sie waren vor allem als Weichmacher (Fugenmassen), als Flammschutzmittel (Farben, Lacke) und als Isolieröle (Trafo-Öle, Kondensatoren, etc.) im Einsatz. Im Bauwesen waren dauerelastische Fugendichtmassen, Farben / Lacke auf mineralischem Material, Holz oder Spanplatten, Buntsteinputze, Verguss- und Spachtelmassen sowie Bodenbelagskleber häufige Einsatzbereiche. Die offene Anwendung (Dichtmassen, Lacke) wurde 1978 verboten. Ein generelles Verbot in Deutschland (auch in Trafos, Kondensatoren, etc.) folgte 1989. PCB sind persistent, d h. sie reichern sich in der Umwelt und in Organismen an. Zudem sind sie toxisch und stehen im Verdacht, krebserzeugend zu sein.

Akustikdeckenplatte Typ

Akustikdeckenplatte Typ "Odenwald"

Wischbeständige Farbe mit PCB

Wischbeständige Farbe mit PCB

Dauerelastische Fugenmasse in Wandfuge

Dauerelastische Fugenmasse in Wandfuge

 

PCP

PCP (Pentachlorphenol) ist als krebserzeugend, mutagen und reproduktionstoxisch eingestuft. Es wurde lange Zeit in Holzschutzmitteln (HSM) (auch im Innenbereich) eingesetzt. Seit 1978 gilt eine Kennzeichnungspflicht und ein Verbot für die Anwendung in Innenbereichen. Aus behandelten Hölzern (= Primärquelle) diffundiert PCP lange Zeit aus und führt somit zu einer Belastung der Raumluft, durch die es sich dann an anderen organischen Materialien wie z. B. Hausstaub anlagert (= Sekundärquelle). PCP baut sich nur sehr langsam ab. Bei Sanierungen sind daher neben der Primärquelle immer auch mögliche Sekundärquellen zu betrachten.

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