Mantelverordnung: Einführung der EBV, Anpassung von BBodSchV, DepV und GewAbfV

Neue Mantelverordnung: Einführung der EBV, Anpassung von BBodSchV, DepV und GewAbfV

Verfasst am 04. Oktober 2022

Im Juli 2021 veröffentlichte der Gesetzgeber die neue Mantelverordnung („Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoff-Verordnung, zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung“).

Die Regelungen der Mantelverordnung treten zwar erst am 01.08.2023 in Kraft, doch bereits bei aktuellen Ausschreibungen sowie bei Bauvorhaben, deren Ausführung vor diesem Stichtag beginnt können die neuen Vorgaben zu berücksichtigen sein. Neben Untersuchungsumfängen (Parameter) ändern sich unter anderem auch die Methoden zur Untersuchung, so dass alte Untersuchungsergebnisse (z. B. nach LAGA M20) dann nur bedingt vergleichbar sind.

Klassifikation von mineralischen Abfällen

Aufbereitung von Betonbruch

Ersatzbaustoffverordnung (EBV)

Der wichtigste Punkt ist die Einführung der Ersatzbaustoffverordnung (EBV), mit der erstmalig bundeseinheitlich und rechtsverbindlich Anforderungen an die Herstellung und den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe (u. a. Recycling-Baustoffe aus Bau- und Abbruchabfällen, Boden und Baggergut, Gleisschotter) festgelegt werden. Die EBV löst damit unter anderem das LAGA-Merkblatt M20 ab.

Weitergehende Informationen zu den neuen Regelungen erhalten Sie hier.

Damit Sie eine Überblick über die wesentlichen Neuerungen bekommen und sich rechtzeitig vorbereiten können, haben wir eine Broschüre erstellt, die Sie hier herunterladen können:

Broschüre zur Neuen Mantelverordnung

 

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3D-Laserscanner vermisst und visualisiert Felsenkeller in Straßenböschung

3D-Laserscanner vermisst und visualisiert Felsenkeller in Straßenböschung

Verfasst am 10. Mai 2022.

Die exakte Lage von Felsenkellern oder Höhlen in Relation zur Geländeoberfläche zu bestimmen, bedarf genauste Vermessungstechnik. Kleinste Winkelfehler können das gesamte Modell „verziehen“ und verursachen ab einer gewissen Ganglänge mehrere Meter Lageabweichung, was besonders bei Fragestellungen rund um Bebauung und Verkehrsinfrastruktur eine inakzeptable Ungenauigkeit ist.

Mit einer hochgenauen Vermessung mittels 3D-Laserscanner konnten wir erneut drei Felsenkeller, deren Eingänge in der Straßenböschung liegen, zentimetergenau erfassen und unter Stadtgrund visualisieren. Nicht nur die Lage in Relation zur oberirdischen Nutzung (Gebäude, Freifläche, Verkehrsfläche), sondern auch die Deckung der Keller konnte damit zuverlässig bestimmt werden. Die Deckung und deren Aufbau ist neben der geologischen Aufnahme der Stollen einer der entscheidenden Parameter, um die geologische Standsicherheit der Keller zu bewerten.

3D-Scan von drei Felsenkellern unter einem Gebäude

Monitoring-Stelle in einem der Felsenkeller

Bei den kürzlich untersuchten Kellern gilt jedoch Entwarnung. Neben ein paar wenigen Strukturen mit Überwachungsbedarf („Monitoring“) waren die Keller überwiegend in einem guten Zustand. Das Monitoring-Programm dient der Feststellung, ob die überwachten Strukturen im Falle einer Zustandsverschlechterung langfristig saniert bzw. technisch gesichert werden müssen.

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Erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Ringversuchen

Erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Ringversuchen

Verfasst am 07. März.

Die Qualität der Probenahme entscheidet über die Richtigkeit von gutachterlichen Aussagen. Fehler, die hier gemacht werden, können in den nachfolgenden Schritten nicht mehr geheilt werden.

Aus diesem Grund geben wir der Qualitätssicherung in unserem Unternehmen große Bedeutung (weitere Infos dazu hier ). Ein wichtiger Baustein sind dabei auch Ringversuche und Vergleichsmessungen. Ringversuche bieten zum einen den Untersuchungsstellen die Möglichkeit, unter standardisierten Bedingungen die Ergebnisse ihrer Untersuchungsverfahren mit denen anderer Untersuchungsstellen zu vergleichen. So lässt sich die eigene Performance zuverlässig überprüfen. Zum anderen ziehen Überwachungsbehörden die Bewertung der Ringversuche heran, um über die Einhaltung qualitativer Zulassungsanforderungen einzelner Untersuchungsstellen entscheiden zu können. Im Jahr 2021 haben wir an folgenden Ringversuche und Vergleichsmessungen teilgenommen:

Zertifikat über Ringuntersuchungen zur Ermittlung von Probenahmeunsicherheit und Umgang mit Messunsicherheit

Probenahme auf einem mit Sprengstoffen belasteten Grundstück in Kempten

Ringversuch zu Sprengstoffrückständen im Boden Das Umweltbundesamt hatte Ingenieurbüros zu diesem Ringversuch in Kempten eingeladen. Ein durch Sprengstoffe belastetes Grundstück sollte nach den Regeln der „Altlastenkunst“ repräsentativ beprobt werden (Flächenmischprobe Oberboden, Wirkungspfad Boden – Mensch). Aus unserem Haus waren Dr. Kunibert Eberlein und Simon Landgraf vertreten.

 

Ringversuch zur Bodenprobenahme aus Schürfgruben
Bei dieser vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) ausgerichteten Veranstaltung waren alle in Bayern zugelassenen Untersuchungsstellen nach §18BBodSchG angetreten. Es wurden sowohl begehbare Schürfe als auch nicht begehbare Schürfe (aus der Baggerschaufel) beprobt. Für die LGA nahmen Dr. Kunibert Eberlein und Hendrik Belz teil.

Probenahme aus einer Baggerschaufel
Vergleichsmessung Grundwasserprobenahme aus einer Messstelle In Kooperation mit vier weiteren Büros bzw. Labors haben wir eine Vergleichsmessung an einer Grundwassermessstelle organisiert. Die Analysenergebnisse (5 Proben jeweils auf Schwermetalle und weitere anorganische Parameter, 10 Proben auf LHKW), wurden umfassend statistisch ausgewertet. Von unserem Büro nahmen Fabian Ziegler, Hendrik Belz und Gerold Neumann teil.

Die Ergebnisse der Ringversuche zu Sprengstoffrückständen stehen noch aus. Die Ringversuch zur Probenahme an begehbaren und nicht begehbaren Schürfen werden am 30.06.2022 im Rahmen des Altlastensymposiums der GAB vorgestellt. Die statistische Auswertung der Grundwasserprobenahmen erfolgte durch die Fa. AIR – Analytik Institut Rietzler GmbH unter Verwendung der Ringversuchsauswertesoftware A45 von AQS Baden-Württemberg. Neben der Standardabweichung der Vor-Ort-Parameter wurden die zu-scores jeweils für die einzelnen Probenehmer für die untersuchten organischen und anorganischen Parameter ermittelt. Die Ergebnisse wurden allen Versuchsteilnehmern in einem Abschlussbericht zur Verfügung gestellt.

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Vortrag bei der DCONex in Essen

Vortrag bei der DCONex in Essen

Verfasst am .

Am 19. und 20. Januar 2022 fand die DCONex, Fachkongress mit begleitender Ausstellung für das Schadstoff-Management, in Essen statt, an der auch Dr. Jürgen Kisskalt und Fabian Ziegler teilnahmen.

Am ersten Veranstaltungstag stellte Herr Dr. Kisskalt die „GVSS – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen“ dem Fachpublikum vor.

Die Empfehlungen waren von einem Fachausschuss der GVSS unter Beteiligung von drei LGA-Mitarbeitern erarbeitet worden.

Weitere Informationen zum Thema:

„Asbesthaltige Brandschutzklappen – ein Update“

„Frisch veröffentlicht: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit asbesthaltigen BSK“

„Brandschutzklappen-Inspektion“

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DAkkS Überwachungsaudit bestätigt die hohe Qualität unserer Probenahme

DAkkS Überwachungsaudit bestätigt die hohe Qualität unserer Probenahme

Verfasst am .

Am 21. Oktober 2021 fand eines der regelmäßigen Überwachungsaudits durch Fachleute der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) in unserem Haus statt.

Der jetzt vorliegende Bericht attestiert unseren Mitarbeitern eine sehr hohe Kompetenz bei der Probenahme von Boden-, Bodenluft-, Bausubstanz- und Abfallproben.

Unsere Akkreditierung gemäß DIN EN ISO/IEC 17025 sowie unsere Zulassung als Untersuchungsstelle §18BBodSchG werden damit bestätigt.

Unsere Leistungen rund um Probenahme und Messungen finden Sie hier.

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Felssicherung an der B173: Rund 340 m Zaun, 1.000 Felsnägel und 3.000 m² Netz

Felssicherung an der B173: Rund 340 m Zaun, 1.000 Felsnägel und 3.000 m² Netz

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Die Bundesstraße B173 zählt mit über 5.000 Kfz/24 h (Zählung aus dem Jahr 2015) zu den wichtigsten überregionale Verbindungsachsen in Oberfranken. Sie verbindet die Autobahn A 73 bei Lichtenfels mit der Autobahn A 9 bei Hof, was mit einem intensiven Verkehrsaufkommen mit überdurchschnittlich hohem Anteil an Schwerverkehr einhergeht.

Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gegenüber Georisiken wie Steinschlag und Felssturz zu gewährleisten, beauftragte das Staatliche Bauamt Bayreuth die LGA IUA GmbH mit einer Begutachtung potenzieller Gefahrenbereiche entlang der B173 südwestlich von Schwarzenbach am Wald (Frankenwald). Anlass war das Abrutschen eines Felspakets aus einer Böschung im Frühjahr 2017 gewesen. Die Gesteinsmasse kam hinter der Leitplanke zum Erliegen. Daraufhin wurde die Böschung auf ihr Stein- und Blockschlagpotenzial untersucht und beurteilt. Zusätzlich wurden im Anschluss bis einschließlich August 2021 die felsdurchsetzten Steilhänge oberhalb der B173 sowie alle Felsböschungen unmittelbar am Straßenrand in einem ca. 2,5 km langen Straßenabschnitt südwestlich von Schwarzenbach am Wald untersucht, die auf Grundlage einer orientierenden Ortseinsicht augenscheinlich ein hohes Gefährdungspotenzial bargen.

Stark aufgelockerte Felsböschung an der B173

Detailaufnahme eines abgeklüfteten Blocks im Steilhang oberhalb der B173

Nach detaillierten Geländeuntersuchungen, Drohnenbefliegungen, Auswertungen des digitalen Geländemodells sowie ausgewählten Steinschlagsimulationen wurde insgesamt 27 Felsobjekten eine Gefährdungsstufe > 1 zugewiesen, was je nach Höhe der Stufe eine kurz-, mittel- oder langfristige technische Sicherung der Objekte erforderte.

Im Anschluss an die Erkundung erfolgten in der zweiten Projektphase die Ausführungsplanung und Ausschreibung der Sicherungsmaßnahmen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen das Entfernen von Vegetation, die durch ihr Wurzelwerk die Felsböschung entfestigt oder aufgrund mangelnder Vitalität auf die Straße kippen könnte, das Beräumen einzelner, absturzgefährdeter Felsobjekte und das Stellen von Steinschlagschutzzäunen verschiedener Energieaufnahmeklassen mit einer Gesamtlänge von ca. 340 m. Weiterhin werden vier Straßenböschungen mittels hochfestem Gitter vernetzt (insg. über 3.000 m² Netzfläche). Zur Befestigung der Netze werden über 1.000 Felsnägel verbaut.

Installation einer Netzbahn für großflächige Vernetzung

Auftragnehmer der Felssicherungsarbeiten mit einem Gesamtauftragsvolumen von rund 840.000  ist die Jähnig GmbH aus Dorfhain (Osterzgebirge). Mit der Vorbereitung der insgesamt vier Baufelder (Rodungs- und Freistellungsarbeiten) wurde die Holz Prell GmbH Gundlitz aus Stammbach beauftragt. Die örtliche Bauüberwachung führt die LGA-Sachverständige Simone Pflaum durch, die auch schon die Projektleitung in der Erkundungs- und Planungsphase innehatte.

Mit Ausführungsbeginn der Arbeiten am 25.10.2021 wurde die B173 im jeweils aktiven Baufeld halbseitig gesperrt; kurzzeitig kam es  aufgrund von Baumfällarbeiten zur Vollsperrung der B173. Schneefall und Schneebedeckung im Dezember erschwerten zunehmend die Arbeiten. Nach einer 3,5-wöchigen Winterpause wird die Baustelle voraussichtlich am 17.01.2022 wieder anlaufen.

Bohrarbeiten bei herausfordernden Witterungsbedingungen

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